Training

Trainingsgruppen

Das Training der Gilde gliedert sich nach dem Leistungsstand der Teilnehmer. Wir unterscheiden dabei in Lehrlinge, Freifechter und Gesellen. Wann welches Training stattfindet erfahrt ihr hier. Das Lehrlingstraining richtet sich an Anfänger und Breitensportler ab 12 Jahren. Der Forkus liegt hier auf dem Erlernen von Fechttechniken und der Gesunderhaltung. Ziel soll es sein die Grundelemente des Fechtens mit dem Langschwert und dem Langen Messer schrittweise mit einem Minimum am Ausrüstung (Fechtmaske, Handschuhe, Waster) zu erlernen. Für alle, die das kompetetive Element des Historischen Fechtens ausleben wollen, ist das Freifechtertraining da. Nach erfolgreichem Absolvieren des curricular aufgebauten Lehrlingstrainings steht den Freifechtern das Training in der Leistungsgruppe offen. Neben der Vermittlung taktischer Fechtelemente steht hier die praktische Anwendung im Gefecht und konditionelle Entwicklung im Vordergrund. Freude am Bewegen und Kämpfen machen dieses Training aus. Wer sich darüber hinaus mit den theoretischen Grundlagen, der Geschichte und den Quellen des Sports befassen will, kann sich ins Gesellentraining einbringen. Die Fechtgesellen forschen in und fechten nach historischen Quellen. Sie entwickeln sich und ihr Fechten im gegenseitigen Austausch.

Langes Schwert

Seit Sommer 2015 ist das Langschwertfechten und das historische Ringen Teil unseres Trainings. Hier stützen wir uns auf die bereits zahlreich vorhandenen Rekonstruktionen und Interpretationen aus dem deutschen und englischen Sprachraum. Für das Training im Langschwertfechten beziehen wir uns vornehmlich auf Hans Talhofer (v.a. Cod.icon. 394a) und Fiore de’i Liberi (v.a. Fior di Battaglia – MS M.383). Großen Wert legt unser Langschwerttrainer Roman auf die Grundlagen. Hierfür wurde in den letzten Jahren eine umfangreiches sportdidaktisches Konzept entwickelt, welches sich in den Grundzügen an das olympische Fechten anlehnt und in der Methodik auf traditionelle Fechtausbildungen zurückgreift. Jeder Teilnehmer soll so in die Lage versetzt werden seinen eigenen Stil auf Basis der Grundübungen und -verhaltensweisen zu entwickeln.

Langes Messer

Eine besondere Waffe des ausgehenden Mittelalters ist das Lange Messer. Zwar ist die Entstehungsgeschichte dieser Waffe nicht abschließend geklärt, aber für uns ist folgende Geschichte plausibel: Das Lange Messer ist eine lange einseitig scharfe Klinge mit Parier. Im Gegensatz zum Schwert sind hier – wie bei einem normalen Messer – die Griffschalen auf die Angel genietet, weshalb es nicht als Waffe im Sinne eines Schwertes galt und somit nicht gildenrechtlichen Herstellungsprivilegien unterlag. Auf diese Weise konnten sich Messerschmiede durch den Verkauf dieser überlangen Messer einen neuen Markt erschließen. In vielen Fechtbüchern dieser Zeit finden sich Stücke zum Langen Messer, welches darin oftmals als beliebte Waffe von Nichtradligen bezeichnet wird. Marvin hatte von Beginn an eine Beziehung zu der Waffenart und trieb das Training mit ihr voran. Seit Juni 2017 ist es nun fester Bestandteil unseres Trainingsprogramms.